Fahrtensegeln

Die Berichte aus 2007 im Archiv

Wer segelt wann, wo?

 

Winter Törn Ijsselmeer-Wattenmeer vom 05.03.-11.03. 2012

Mitte Februar, bei Temperaturen bis - 15°C, hatte ich noch arge Bedenken, ob mein Törn überhaupt stattfinden würde. Auch in der Vergangenheit hatte mir Eisgang in dieser Jahreszeit, so manches mal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Diesmal hatte ich Glück und meinem einwöchigen Kriesenmanagement-Seminar an Bord einer Segelyacht im Gezeitenrevier, stand nichts mehr im Wege.

Schwerpunkt war die Vermittlung spezieller Kenntnisse im Crewmanagement und die Bewältigung von Aufgaben in Kriesensituationen als Schiffsführer. Ich hatte mich auf einem Traditionssegler eingechartert, der nach klassischer Semannschaft gesegelt wurde. Es handelte sich um ein Lemsteraak mit LÜA von ca. 19Meter und einem gesamtgewicht von ca. 36 Tonnen. Klüver, Vorsegel und Großgaffelsegel werden traditionel Hand über Hand oder mit Winden gesetzt. Aus heutiger Sicht habe ich noch mehr Hochachtung für die Besatzungen alter Windjammer und den unvermeidlichen Strapazen an Bord.

Wir segelten im Ijsselmeer sowie im Holländischen Wattenmeer mit seinen Gezeiten und fanden bei Temperaturen von 0°-7°C und Wind von 0-7 Bfd , die für uns optimalen Bedingungen vor. Neben Bordpsychologie, Bordmanagement, Verhalten bei Starkwind und Sturm, MOB Manövern, Wetterbeobachtungen und Nachtansteuerungen, brachten mir die vielen Manöver in den Schleusen, sowie an den Brücken und die abschließenden An- und Ablegemanöver in den Häfen dann auch eine neue Sicherheit im Umgang mit größeren Yachten.

Man kann von uns Gelegenheitscharterern keine Perfektion im Umgang mit großen Hochseeyachten verlangen, aber die "Tricks der Profis" abzuschauen und dann ggf. zu übernehmen, kann in vielen Situationen sehr hilfreich sein.

Veigt Hilger vom MTCC, unser Skipper und Ausbilder auf diesem Törn, verstand es unsere Fehler zu erkennen und dann zu minimieren bzw. unsere Schwächen mit seinem Know How in Stärken umzuwandeln. Der Umgang mit Yachten dieser Größenordnung fällt mir seitdem deutlich leichter.
Auf unserem 218 Seemeilen langen Törn waren wir immer bester Stimmung und es wurde viel gelacht an Bord.

Rückblickend konnte jeder von uns wichtige Erkenntnisse für sich mit nach Hause nehmen und wird diese für seine weiteren Törns in eigener Regie nutzen können.

Ich wünsche Euch allen eine schöne Segelsaison 2012

Carsten Siekmann


Berichte aus 2011...

Amsterdam-Lemmer an einem Tag (Oktober)

Der geplante Törn sollte für einen schönen Abschluss der Segelsaison dienen und aus diesem Grund entschieden wir uns, das uns gut Bekannte Lemmer als Starthafen für unseren Trip zu wählen. Die Anfahrt mit dem Trailer war leider etwas aufregend, da wir abends um 23 Uhr losfahren wollten, jedoch die Lichtleiste unsere Abfahrt verhinderte. Wir hatten einfach kein Strom und ohne Beleuchtung wollten wir nicht die 300 km lange Strecke fahren. Nach viel Telefonieren hatten wir jedoch jemanden gefunden, der mit uns und einer Taschenlampe bewaffnet das Problem lösen konnte.

Unser Ziel war es innerhalb von 1 Woche bis Amsterdam und zurück zu segeln, jedoch waren wir so motiviert, dass wir dies innerhalb von 14 Stunden schafften und nachts im Sixhaven in Amsterdam ankamen. Die Fahrt war sehr anstrengend, da wir Flaute hatten und die gesamte Strecke motoren mussten. Außerdem war es sehr schwer sich nicht die ganze Zeit von der beeindruckenden Kulisse ablenken zu lassen, die Amsterdam von der Wasserseite aus bietet. Nach einer Brückendurchfahrt und einer Schleuse hatten wir letztendlich unser Ziel erreicht und waren glücklich endlich angekommen zu sein.

Den darauf folgenden Tag verbrachten wir in der pulsierenden Stadt und besuchten die ein oder andere Kneipe.

Als wir am nächsten Morgen wieder frisch und munter waren, beschlossen wir den Rückweg anzutreten, da für die nächsten Tage sehr viel Wind angekündigt war und wir wussten, dass wir mit der steilen Welle Probleme bekommen könnten. Wir segelten gegen 11 Uhr am folgenden Tag los und hatten sogar Rückenwind mit 4 Bft. Unser Ziel war an diesem Tag Lelystad, das wir auch nach 4,5 Stunden erreichten. Ebenso verbrachten wir die Nacht dort und hofften, dass der angekündigte Starkwind erst in ein paar Tagen beginnen würde.

Der dritte und leider auch letzte Segeltag begann sehr früh, um schnell nach Lemmer zu kommen. Der Himmel war zugezogen und der Wind wehte immer noch mit 4 Bft. aus der gleichen Richtung. Jedoch nahm er mit der Zeit immer mehr zu und die Wellen bauten sich immer höher auf, je weiter wir Richtung Lemmer segelten.

Auf der Höhe von Urk beschloss ich die Fahrt nach Lemmer abzubrechen und Urk anzusteuern, da der Wind auf 7 Bft. aufgefrischt hatte und die Wellen uns immer wieder quer schlagen lassen haben.
Nun saßen wir in Urk fest und der Wird war am nächsten Tag schließlich bei 8-9 Bft. angekommen. Unser Auto und Trailer stand in Lemmer und wir fragten den Hafenmeister nach einer Busverbindung nach Lemmer, um das Auto zu holen und den Törn abzubrechen, weil der Wind die nächsten Tage nicht abnehmen sollte.

Ganz unerwartet kam ein deutscher Segler zu uns und fragte uns, ob bei uns alles in Ordnung wäre. Daraufhin schilderten wir ihm unsere Lage und er war sofort bereit uns mit seinem Auto nach Lemmer zu fahren, was wir auch dankend annahmen. Endlich hatten wir den Trailer und das Auto in Urk, um das Boot aus dem Wasser zu slippen. Jedoch gab es ein riesen Problem. Die Sliprampe war in Lee vom Hafenbecken und eine "Dümmerstrumwelle" stand direkt auf der Rampe. Dies verhinderte unsere Abfahrt noch ein weiteres Mal.

Erst mitten in der Nacht, als ein Gewitter aufzog und wir die Ruhe vor dem Sturm nutzen konnten, erkannten wir unser Glück und slippten bei Dunkelheit, Regen und 5 Bft. das Boot aus dem Wasser.

Marcell Schliehe


Friesemeere im Sätsommer

Am Mittwoch, den 24. August 2011 starten wir, das Schiff auf dem Haken, mit dem Ziel Friesemeere/ Niederlande. Die Wettervorhersage läßt mäßiges Wetter erwarten, Schauer und Temperaturen deutlich unter 20°C, immerhin keine Sturmwarnung.

Wir kranen in Heeg, professionell und sicher.

In den folgenden Tagen sehen wir beschauliche holländische Städtchen mit liebevoll gestalteten Gärten, Häuschen und Wohnungen. Wir fahren durch die Grachten von Sneek, legen an um einzukaufen und Eis zu essen. Wir treffen auf viele Brücken, die oft auch für uns allein geöffnet werden. Andere sind im Lauf der letzten Jahre durch Aquaducte ersetzt worden, schon toll über eine Autobahn zu segeln.

Wir segeln auf den Seen und Wasserwegen des Prinzenhofes, manchmal lautlos und einsam wie in einer verwunschenen Welt, dann wieder bunt und lebendig. Besonders an den Wochenenden sind die Holländer auf dem Wasser unterwegs, feiern in den Städtchen oder fahren Regatta.Eine 20 m Skutzje-Regatta auf dem Sneeker Meer hat uns schon beeindruckt. Viele Häuser liegen am Wasser und haben einen eigenen Anleger. Beneidenswert!

Gegen Ende der Reise ist Starkwind angesagt, sogar auf den Kanälen müssen die Segel unten bleiben. Wir fahren zurück nach Heeg. Schiff und Mannschaft sind wohlauf, die Gummistiefel wurden nicht gebraucht.

Wir kommen sicher wieder.

Martina Schöppy


Nordsee ist Mordsee?

Die Entscheidung war schon letztes Jahr bei unserem Ostseetörn gefallen.
Wir wollten auf die Nordsee, nach dem Motto, Helgoland wir kommen.

Wir, das sind mein Freund der Doc und mein Segelkamerad der Architekt, der mit den zwei linken Händen, von denen er aber nichts weiß. Chartertermin war vom 13.07.-17.07.2011 ab Cuxhaven City Marina. Eine Dufour 36 sollte es sein. Leider schon sehr betagt wie sich später rausstellte.

Doch vorher gab es schlechte Nachrichten. Mein Doc fiel aus. Meine einzige helfende Hand.
Alleine mit Dietz, dem Architekten, keine Chance. OK was tun. Ich rief meinen Jugendfreund Gerrit an, mit dem ich vor Ewigkeiten mal nach Kiel gesegelt war. Ohne Zögern nahm er mein Angebot an.
Wie so oft, bot der Zeitraum unmittelbar vor unserem Törn bestes Segelwetter, doch es braute sich etwas zusammen.

Am Mittwoch dem 13.07. als wir uns endlich alle auf dem doch schon etwas streng riechenden Schiffe häuslich eingerichtet hatten, hörten wir den ersten Wetterberich vom DWD-Nördliche Winde 6, strichweise 7-8, vereinzelt Sturmböen, strichweise diesig, See bis 3 Meter.
Auf einmal hatten wir es mit dem Segeln nicht mehr so eilig.

Wir machten Cuxhaven unssicher gingen gut essen und NICHT früh ins Bett.
Am nächtsten Morgen war ich dennoch früh auf den Beinen um als erster den DWD auzuquetschen.
Deutsche Bucht nördliche Winde 6-7, anfangs strichweise 8. Die innere Deutsche Bucht wurde allerdings nur mit 3-5 angegeben, und da waren wir ja. Also die Jungs wecken und zack, zack, wir mußten uns beilen um noch mit dem Strom Elbauf Richtung Hamburg zu kommen.
Es klappte alles hervorragend und mit Drückern von gelegentlich 7 Bfd waren wir ruck zuck Höhe Kraftwerk Brunsbüttel. Nach kurzer Beratschlagung entschieden wir dann aber wieder umzudrehen.
Etwas zu früh wie wir schnell merkten. An der nächsten Tonne kamen wir kaum vorbei. Speed durchs Wasser 6 kn, Speed über Grund 2 kn. Egal, wir hatten nun Zeit uns das rege Treiben vor dem Nordostseekanal anzuschauen. Ein beeindruckendes Schauspiel. Nicht lange und der Strom kippte zu unseren Gunsten, was uns auf der meist befahrenen Seeschiffahrtsstraße der Welt, eine Rauschefahrt zurück bescherte. Diesmal liefen wir jedoch in den Cuxhavener Yachhafen direkt neben der "Alten Liebe" ein.

Für den nächsten Tag hatten wir Hegoland geplant.
Die Crew stand wir geplant um 0430Uhr in den Startlöchern, schaute dann aber mit ziemlich mulmigen Gefühlen in den Himmel und aufs Wasser. DWD- NW 6-7, Böen 8 Bfd. Also genau gegenan. Bei Strom gegen Wind auf der Nordsee wird schon ab 5 Bfd gewarnt, denn es können unberechenbare Grundseen entstehen. Der guten Seemannschaft folgend, blieben wir im Hafen und hauten uns wieder aufs Ohr. Im laufe des Tages entschieden wir uns mit dem Auto nach Bemerhaven zu fahren und besuchten das Klimahaus und das Deutsche Schiffahrtsmuseum. Beides lohnt sich. Ersteres besonders für Kinder und Jugendliche wie wir fanden.
Samstag der 16.07.2011 Der DWD meinete es gut mit uns. SO-S 3-4 sonst 5-6 etwas zunehmend, Schauerböen. Und auch für den nächten Tag hatte sich die Lage zu unseren Gunsten geändert.
Das war unsere Chance. Helgoland wir kommen.

Um 0930Uhr schmissen wir die Leinen los und liefen mit dem Strom gen Hegoland.
Es war eine gemütliche Fahrt und ein beeindruckendes Erlebnis wenn Helgoland endlich am Horizont auftaucht. Um 1700Uhr legten wir im Päckchen, wie sich das für Helgoland gehört, neben einer edlen 17Meter Yacht an. Bloß keine Kratzer machen, sonst wird es teuer.
Wir hatten es geschafft.

Püktlich zum Festmachertrunk schlug auch das Wetter um. Es fing in Strömen an zu regnen und auch der Wind legte eine ordentliche Schippe drauf. Wir ließen das Ölzeug auf dem Weg zum Helgoländer Fährhaus gleich an. Ein Restaurant welches mir mein Vater kurz zuvor telef. empfohlen hatte. Wir hatten Knieper, das sind Taschenkrebse, eine Helgoländer Spezialität. Doch auch das tolle Essen konnte mich nicht ganz von der vorherschenden Wettersituation ablenken. Wir namen noch ein Bier in der"Bunten Kuh", der Inn Kneipe für Segler und gingen diesmal wirklich früh zu Bett.

Nachts um 0300Uhr wurde ich von Sturm und Regen geweckt. Ich ging raus, kontollierte die Festmacher und wollte nicht glauben was ich sah. Die Dünung im Hafen war vergleichbar mit der Dünung Tags zuvor auf See. Auch mein Handy gab mir Wetterdaten die ich nicht lesen wollte.
Nach einer unruhigen Restnacht ging ich zum Hafenmeister bzw.DWD der im gleichen Gebäude beheimatet ist. Aussage desDWD- anfangs SO 4 sonst 5-6 Aussichten SSW 5, zunehmend 6 diesig, See 1-2,5 Meter

Meine Worte den offiziellen Herren gegenüber lauteten wie folgt: " Ihr macht wohl Witze. Das da draußen sind 8-9 bei 3-4 Meter Brandungswellen gegen die Hafeneinfahrt bei null Sicht, oder sehe ich das falsch?" Antwort:" Nö, stimmt schon aber wird irgendwann besser. Und nach der ersten Meile gegenan könnt Ihr dann ja links abbiegen, dann wird's ruhiger".

Hinzu kam, daß wir unter Zeitdruck waren, der Umstand für die meisten Unfälle auf See.
Aber wir hatten ja noch zwei Stunden Zeit. Nachdem dann die Regenfront fast durchgezogen war, wurde es auch etwas ruhiger.

Um 0745 Uhr legten wir ab und machten uns auf die grobe See vor der Hafeneinfahrt gefaßt.
Als wir um die Ecke waren und wir die erste Welle raufkletterten, hoffte ich nur, dass unser betagter Motor diese Tortour überstehen würde und überhaupt die Kraft hätte uns in die richtige Richtung zu schieben. Der Knall, der kurz darauf folgte als wir das Wellental erreichten tat einem in der Seele weh, und es sollte nicht der letzte sein. Früher als erlaubt fielen wir ab und gingen auf Kurs125°. Endlich konnte man die Welle aussteuern und wir setzten Segel. Nach noch 2 weiteren Stunden bei ziemlich miesen Verhälnissen bewarheitete sich dann die Vorhersage des DWD und zum Schluß liefen wir bei Sonnenschein in die Elbe ein und erreichten Cuxhaven um 12.30Uhr.

Glücklich und zufrieden über das Erreichte traten wir gegen 1500Uhr die Heimreise an.
Es war ein schöner, interessanter aber auch anspruchsvoller Törn. Nordsee nicht Mordsee!

Carsten Siekmann


Ostern auf dem Ijsselmeer 2011

Die Entscheidung für den Segeltörn 2011 das Ijsselmeer zu wählen ist uns nicht schwer gefallen, da wir letzes Jahr schon dort gesegelt sind und die Neptun 20 genau wusste, wo sie hinmöchte. Geplant war eine Überfahrt von Lemmer nach Enkhuizen und anschließend weiter nach Hoorn. Jedoch machte der Wind uns dieses Jahr ein Strich durch die Rechnung. Während am Dümmer ein schöner Wind mit 3-4 Bft wehte, ließ der Wind auf dem Ijsselmeer auf sich warten.
Jedoch starteten wir am ersten Tag in der Hoffnug, dass der Wind zulegen wird. Wir starteten in Lemmer, wo wir die Neptun in der nähe vom Strand slippten. Das Ziel für den ersten Tag war Enkhuizen. Anfangs hatten wir konstante 2 Bft, die uns langsam unserem Ziel näher brachten. Jedoch schlief der Wind genau auf der Mitte des Weges ein und wir durften die halbe Strecke unter Motor zurücklegen.

In Enkhuizen angekommen erkundeten wir die alte Innenstadt und versorgten uns mit den neusten Wetterdaten, die nicht ganz unseren Erwartungen entsprachen. Aus diesem Grund entschlossen wir uns Hoorn nicht mehr anzusteuern und uns am darauffolgenden Tag Lemmer als nächstes Ziel zu setzen.

Wir segelten morgens los und der Wind mit 1 Bft war auch nicht der beste, bis wir wieder auf der Mitte waren, wo wir konstante 3 Bft hatten. Abends angekommen, wollten wir das Nachtleben vom Lemmer erkunden, was uns auch super gelungen ist.

Den letzen Tag verbrauchten wir mit Kopfschmerzen, vor Anker, am Strand von Lemmer in der Sonne, da gar kein Wind mehr wehte.

Marcell Schliehe


Berichte aus 2010...


Revier für Ruhesuchende

Zwei P-Boote an einem Tag ins Wasser bringen. Das hat Otto Ehlert lange nicht mehr erlebt. Der kleine Mann in blauer Latzhose und Schirmmütze auf dem Kopf ist Hafenmeister des Seglervereins Wieck auf dem Darß. Kurz nachdem wir mit unserer "Lübecker Deern" vorgefahren sind, biegt schon der nächste Kombi samt Trailer um die Ecke. Es ist Gerd aus Duisburg. Er will mit seinem P-Boot aus den fünfziger Jahren 14 Tage lang die Vorpommersche Boddenlandschaft vom Wasser aus entdecken. Genau wie wir.
Abseits vom Trubel der Ostseebäder ist das ehemalige Fischerdorf Wieck ein Geheimtipp für Erholungssuchende. Und ein idealer Ausgangspunkt für kleine und größere Törns. Denn das 800-Seelen Dorf verfügt über zwei Sportboothäfen. Beide fügen sich natürlich in die Landschaft ein. Der Haupthafen ist mit seinen 1,4 Metern Wassertiefe nicht nur Heimat zahlreicher traditioneller Zeesboote. Er bietet auch Gastliegeplätze für Wasserwanderer mit Santäreinrichtungen und Gästeküche an. Unmittelbar am Hafen liegen eine Badestelle und ein Grillplatz.
Allerdings fehlt es im Haupthafen an einer geeigneten Slipstelle. Diese findet sich etwa 300 Meter entfernt im kleinen Hafen. Dort hat Otto Ehlert die "Lübecker Deern" bereits am Haken seiner Seilwinde. Das Relikt aus DDR-Zeiten bedient der kleine Hafenmeister mit geübter Hand. Schon bald heißt es: Klar zum Segel setzen und raus zur ersten Erkundungstour auf den Bodstedter Bodden.


Wer die lang gestreckte Boddenkette befahren will, braucht eine zuverlässige Seekarte oder GPS-Navigation. Denn die Gewässer sind überwiegend sehr flach und es gibt lange und enge Fahrrinnen zu überwinden. Teilweise sind auch Wasserflächen gesperrt, die zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft gehören. Der Wind frischt in diesem Revier mitunter stark auf. Dadurch entstehen Seegang und starke Strömungen in den engen Fahrwassern. Hier empfiehlt sich ein zuverlässiger Benzin- oder Dieselmotor. Ein Muss gerade für Segler, die sonst nur Flautenschieber oder Elektromotor an Bord haben. Zusätzliche Sicherheit bietet die komplette Betonnung des Fahrwassers. Auch sind fast alle Häfen mit einer Befeuerung versehen.
Wer von Wieck aus einen maritimen Kurztrip plant, hat reichlich Auswahl: Etwa den Prerower Strom hinauf bis nach Prerow. Vom sehr schön gelegenen Wasserwanderrastplatz ist es nur ein kurzer Fußmarsch bis zum langen Sandstrand des Ostseebades (eine Durchfahrt bis in die Ostsee ist an dieser Stelle leider nicht möglich).
Am Saaler Bodden und am Koppelstrom liegt der malerische Erholungsort Born. Mit seinen typischen Rohrdachhäusern erstreckt sich der Ort über eine Länge von vier Kilometern an der Boddenküste. Hier gibt es neben dem neu ausgebauten Hafen auch mehrere idyllische Bootsanleger.
Wen es weiter hinaus zieht, passiert die Meiningenbrücke. Das Drehteil öffnet für Schiffsdurchfahrten (aktuelle Öffnungszeiten online oder vor Ort erfragen). Von dort geht's weiter ins beschauliche Fischerdorf Kinnbackenhagen, über die Ostsee in die alte Hansestadt Stralsund oder zur größten deutschen Insel Rügen.

Bruno Hilbig (P 1307), Lars Kraft


IJsselmeer 2010

Nach dem Super-Törn im vergangenen Jahr wollten die "Trois Rois" erneut in See stechen. Gleich vorab: Diesmal war das Wetter bei weitem nicht so genial und "het weersverwachting" erstickte jede Hoffnung im Keim. Bei 7 - 8 Windstärken und Dauerregen mit gelegentlichen Hageleinlagen entschieden wir uns, auf den Friese Meeren zu bleiben. Zunächst ging es über die schon bekannte Route unter Motor nach Heek, am nächsten Tag wenigstens teilweise unter Segeln nach Bolsward. Dort hielten wir dann zur besten Rush-Hour an der Klappbrücke den Autobahnverkehr auf - aber anders kamen wir einfach nicht in diesen schnuckeligen Hafen.

Nach einem ausgedehnten Katerfrühstück am nächsten Morgen dann das ganze noch mal retour - "Snell, snell!" klang es von hoch oben und mit Hebelauf'mTisch düsten wir in Richtung Woudsend, wobei wir immer mal wieder die Fock rausrollten, um mit deutlich jenseits der 7 kn über die Kanäle zu rauschen. Der legendäre Coffeeshop "Aquarius" in Sneek muss leider noch auf uns warten, aber auf den engen Kanälen zwischen lauter motorisierten Containern wollten wir die Beneteau 31 dann doch nicht durch die Stadt bugsieren. Am letzten Tag ballerte es dann noch so richtig, aber wir haben MIKA sicher wieder zum Liegeplatz nach Lemmer gebracht und freuen uns auf den nächsten Törn! Aber: Hat jemand Tipps für's Mittelmeer?! ;-)

Jan Strickmann


Der Sommerurlaub 2010 ist Geschichte...

... doch die schönen Erinnerungen daran verblassen nur langsam.

Unser erstes Ziel war die Internationale Deutsche Meisterschaft der O-Jollen auf dem Zwischenahner Meer.
Nach wunderschönen Sommertagen und herrlichstem Wind, sollte die Meisterschaft dann endlich am Montag den 26.07.10 beginnen.....natürlich bei totaler Flaute. Tag 1 - keine Wettfahrten nur abwarten und in Lauerstellung. Tag 2 dito. Nur gut, dass wir Jan`s Opti und Opi`s Elektromotor eingepackt hatten. Die Kinder hatten einen Heidenspaß.
Mittwoch und Donnerstag war dann endlich segelbarer Wind und wir hatten die Meisterschaft im Sack.
Alles in allem war es eine ganz schöne Veranstaltung doch das eigentliche Highlight sollte ja noch kommen.
Ich hatte nämlich in Flensburg für die ganze Familie eine Bavaria 35 gechartert.
Also Wohnmobil und Boote nach Hause gebracht, schnell ein paar neue Sachen eingepackt und Samstag ging es Richtung Flensburg. Nach einer problemlosen Übergabe durch den Vercharterer konnten wir uns alle gemütlich einrichten.
Am nächsten Morgen ging es dann los durch die Flensburger Förde Richtung Sonderburg.
Es war unser erster gemeinsamer Familientörn und ich war etwas nervös, da ich nicht sicher war ob ich das denn alles mehr oder weniger alleine hinbekommen würde.
Aber es klappte alles hervorragend und Birgit und die Kinder legten An- und Ablegemanöver hin, als wäre es selbstverständlich.
Wir durchquerten den Alsund umsegelten die Insel Als, mit 5-6 Bft hart am Wind über die Ostsee nach Kappeln, dann noch einen Abstecher in die Geltinger-Bucht und zurück nach Flensburg.
Insgesamt hatten wir in den 6 Tagen 135 sm hinter uns gebracht. Für diese Crew war das echt stark.

Nächstes Jahr wird wieder gechartert, das ist sicher.
Wir wünschen Euch allen noch eine schöne Segelsaison 2010.

Die Siekmann`s aus Bünde

 


„Sophie“ und drei Könige

Oktober: Die Tage werden kürzer, Stegabbau und Herbstfest rücken näher, die Boote freuen sich auf’s Winterlager… wer geht da noch zum Segeln?! In Holland?! Auf dem Ijsselmeer?! Brrr…
Wir, Peter, Benny und Jan, haben’s gewagt und sind mit einem Bilderbuchtörn belohnt worden. Kaum im Hafen angekommen, wurde „Sophie“, eine Bavaria 31, übernommen und mit warmen Klamotten, kaltem Bier und einer Wochenration Miracoli beladen – nur Benny vermisste seinen Seesack. Der war in der Eile des Aufbruchs wohl vergessen worden... Aber auch in Lemmer gibt’s Lidl und so wurde er flugs nach der neuesten Mode und für kleines Geld eingekleidet. Endlich reisefertig hieß es „Leinen los!“. Da der Wind mit deutlich jenseits von 6 Bft. blies, entschieden wir uns, zunächst mal unter Motor den Johan-Friso-Kanal entlangzutuckern, um Sofie besser kennen zu lernen. Eine gute Entscheidung, wie wir von anderen Seglern hörten, die wir abends mit einem „Fock-Bausatz“ auf der Suche nach einem Segelmacher trafen…

Unser erstes Anlegemanöver vor der „Spannenbrug“ ging dann auch noch herrlich daneben – der Brückenwärter lacht wahrscheinlich heute noch… Anyway, nach einigen weiteren Übungsmanövern hatten wir auch das im Griff und machten nach einem heftigen Schauer in Heek fest und einige Dosen Heineken leer. Am nächsten Morgen ging es bei Kaiserwetter und angenehmen 3 Bft. unter Segeln über „De Fleuzen“ bei Stavoren raus auf’s Ijsselmeer, wo wir drei wundervolle Tage bei meist sonnigem Wetter und perfektem Wind verbrachten und die Häfen und Kneipen von Medemblik und Hindeloopen unsicher machten, bevor wir uns dann vor der herannahenden Sturmfront wieder im Lemmer Stadthafen verkrochen haben.

Ein königlicher Törn, finden die „Trois Rois“!


Ostseeinsel Hiddensee

Prima Wetter, immer reichlich Wind in den Segeln, selten auch zu viel - so erlebten wir die Gewässer um Hiddensee in diesem Jahr. Eigentlich das optimale Revier für unseren kleinen "Küstenkreuzer", auch wenn es ob der jedes Jahr größer werdenden Boote manchmal etwas komisch anmutet, mit einem Klassiker von 7,35 m Länge zu segeln. Schön, daß es dann noch den ein oder anderen (Holz-) Jollenkreuzer gibt, und so fanden wir an jedem Abend eine Lücke am Anleger zwischen Gleichgesinnten.

Bei stürmischem Wetter hatten wir dann auch Gelegenheit, Seemannsgarn zu spinnen und spannende sowie manmal bedrohliche Erzählungen von einheimischen Seglern zu hören, über das Segeln in den Boddengewässern zu DDR-Zeiten und vieles mehr.

Und sonst? Natürlich baden satt, reiten, Insel erkunden, Geburtstag feiern, grillen ...

Die Schöppys


Fahrtensegeln 2008...

Türkei... zum Zweiten!

Törnbericht vom 27.09.08 bis 04.10.08
Ja, da waren wir alle nun wieder auf dem Dalaman Airport angekommen, diesmal jedoch aus verschiedenen Richtungen. Antje, Ute und Jürgen aus Hamburg, mein Freund Hans aus Frankfurt, und ich, zum zweiten Mal in diesem Jahr, aus Hannover, alle fast zur gleichen Zeit, so dass ich mich mit Antje und Jürgen gemeinsam vor der Passkontrolle wiederfand. Doch wo war Ute? Sie hatte, so berichteten die Beiden, den Flieger verpasst, weil Sie die vorverlegte Abflugzeit nicht berücksichtigt hatte.

Wieder einmal Stress für die arme Ute, hatte Sie doch erst letztes Jahr Ihren Koffer einige Tage später bekommen, da er einfach nicht auf dem Gepäckband auftaucht war. Nach einigem Hin und her traf Ute dann aber doch noch am späten Abend in Fethiye ein, so dass die Crew dann komplett war und sich getrennt von uns auf den Weg nach Bodrum machen konnte. Wir wollten uns dann in der zweiten Woche irgendwo zwischen Marmaris und Bodrum treffen.
In Göcek angekommen trafen wir uns dann erst mal mit Heike und Friedel Prothmann dem Rest unserer Crew für die erste Woche. Diese waren aus flugtechnischen Gründen bereits seit Montag vor Ort und hatten sich schon entsprechend akklimatisiert. Sie berichteten erst mal von Ihren Erlebnissen nicht ohne auch testen, ob denn das Efes ( für nicht Eingeweihte: Türkisches Bier) noch immer noch schmeckt wie wir das in Erinnerung hatten. Serefe!
Danach erledigten wir die obligatorischen Einkäufe, verstauten diese in den Schapps und richteten uns auf der Avanti ein. Abends gönnten uns ein Verwöhndinner im ÖCZAN Restaurant und ließen den Tag an Bord ruhig ausklingen.

Unser erstes Ziel war eine Bucht in der Nähe von Gemiler Adasi in ca. 15 Sm Entfernung, die uns eigentlich als Wespenbucht in Erinnerung war. Doch diesmal wurden wir weitgehend von den Tierchen verschont. Wie immer vor Buganker mit zwei Festmachern zum Land. Baden und relaxen war angesagt, mussten wir doch testen, ob sich das Wasser auch nach 26° anfühlt, wie uns unsere Bordinstrumente glauben machen wollten. Ich kann versichern, dass niemand von uns bibbern musste. Mit uns lag zunächst nur noch eine weitere Yacht in der Bucht, die mit Langzeitseglern besetzt war.

Später kamen jedoch noch drei weitere Yachten dazu. Platz war ja genug da. Später haben wir dann unsere, von zuhause mitgebrachten, Steaks gebraten und den türkischen Rotwein getestet.
Kalkan hieß unser Ziel dann am Montag. Für mich einer der schönsten Orte an der lykischen Küste, mit einem idyllischem kleinen Hafen, der von Gullets, Fischerbooten und Sportyachten gleichermaßen genutzt wird. Man sollte in der Saison nicht allzu spät dort ankommen, sonst ist der Hafen voll. Hier mussten wir erst einmal unseren Blister trocknen, der beim Bergen auf See etwas Wasser genommen hatte. Der Bergeschlauch ließ sich nicht mehr bedienen und wir mussten den Blister im halb geöffneten Zustand bei mittlerweile reichlich Wind direkt aufs Deck nehmen. Kein einfaches unterfangen wie wir feststellen mussten. Gottlob ist nichts dabei kaputt gegangen. Die Altstadt, direkt über dem Hafen mit ihren verwinkelten Gassen und vielen Geschäften und Restaurants lädt direkt zu einem Bummel ein. Wie überall in der Türkei gibt es hier auch die berühmten Designer Klamotten (original Kopie) zu günstigen Preisen.


Vorbei an Kastellorizo, der letzten bewohnten griechischen Insel, ging es am nächsten Tag zum Kekova Archipel, immerhin rund 25 SM. Unser Ziel, die Einfahrt der Ankerbucht Karaloz, auf der Insel Kekova Adasi war wie immer sehr schwer auszumachen und wir entdeckten sie erst, als wir kurz davor waren. Der Wind meinte es heute gut mit uns schob uns von achtern und brachte es im laufe des Tages zu einer beachtlichen Stärke von 5-6 bft. Flaute dann aber ganz schell ab, so dass wir noch die letzten drei SM unter Maschine fahren mussten. Auch hier Buganker und Heckleinen zum Land,

danach baden und schnorcheln in kristallklarem Wasser. Heikes Nudelauflauf am Abend ließ dann auch keine Wünsche mehr offen.
Eigentlich wollten wir am nächsten Tag nur einen kurzen Stopp in Kaleköy, einem historischem Ort im Kekova Archipel, einlegen. Aber es kam alles etwas anders. Nach der obligatorischen Besteigung der Burgruine, die mit einem herrlichen Rundblick über tolle Landschaft belohnt wurde, ruhten wir uns bei Hassan im Restaurant Roma bei einem Mittags-Snack aus. Der Zauber des Ortes hatte uns dermaßen fasziniert, dass wir gemeinsam beschlossen, hier auch noch die Nacht zu verbringen. Leider hat sich unser Crewmitglied Hans dann am späten Nachmittag an dem Betonsteg des Restaurants die große Fußzehe aufgerissen, die auch ärztlich versorgt werden musste. Nach abklopfen aller Möglichkeiten (von hier wäre ein Krankenhaus nur sehr schwer erreichbar gewesen) haben wir dann gemeinsam mit Ihm beschlossen am nächsten Tag Fethiye anzulaufen, und Ihn dort versorgen zu lassen.

Um 06:30 h morgens legten wir zur immerhin rd. 35 SM langen Strecke ab und fuhren nonstop bis zur ECE Saray Marina in Fethiye, wo wir gegen 17:00 h ankamen. Ausgerechnet heute war hier ein Andrang an Yachten, wie ich ihn zuvor noch nicht erlebt hatte. Rund zehn weitere Yachten warteten wie wir auf die Zuweisung eines Liegeplatzes, die eine Jokerboot Crew der Marina vornimmt und was entsprechend lange dauern sollte. Nach einem Funkspruch mit der Marinaleitung und Hinweis auf unseren Verletzten durften wir vorab an der Tankstelle festmachen, dort wollte man uns schnellstens weiterhelfen.

Kaum dort angekommen schickte man uns einen Krankenwagen, der Hans dann mit Blaulicht ins Krankernhaus brachte. Ärztlich versorgt, mit entsprechenden Medikamenten, konnte ich Ihn dann nach einer Stunde wieder mit in die Marina und auf's Schiff nehmen. Danach war uns allen wohler und es wurde noch ein schöner Abend im Marina- Restaurant MOD.
Ein letzter Badestop in einer Ankerbucht bei Göcek mit den obligatorischen gebratenen Scampi's danach ließ den Törn noch harmonisch ausklingen.

Claus Hesse


Fischland, Darß, Zingst und Rügen

Auch in diesem Jahr waren wir mit unserer HD 750 "Anemos" wieder in den uns mittlerweile gut bekannten Gewässern unterwegs. Der Monat Juli stand uns dafür zur Verfügung; eine zwischenzeitliche Heimfahrt war eingeplant, die wir mit Hilfe des Wetterberichts in eine regnerischen Phase legten. Unser Schiff lag in dieser Zeit in unserem Ausgangshafen Barth.

Insgesamt hatten wir sonst gutes Wetter, warm und Sonne satt, allerdings vorwiegend starken Wind, unter 5 Bft. wehte er selten.

Selbst bei wolkenlosem Himmel meldete der Seewetterbericht oft "5 Bft. mit Böen von 7 Bft.", die dann auch kurz und knapp hereinpfiffen, ohne dass man sie vorher auf dem Wasser erkennen konnte. An unseren nunmehr 20 Jahre alten Segeln ging das nicht spurlos vorbei: Ein kleiner Riss am Genua-Schothorn konnte noch mit Bordmitteln genäht werden, ein längerer Riss im Großsegel musste professionell repariert werden.

Das Segel riss auf dem Törn nach Wiek/Rügen und bescherte uns das wegen des Wochenendes erstens einen Hafentag und zweitens eine Busfahrt nach Sassnitz zu einem jungen Segelmacher, der die Reparatur erledigte, während wir uns eine Fischmahlzeit im Hafen schmecken ließen.

Weil der Wind während der 2. Phase unserer Segelei, in der wir eigentlich rund Rügen und bis ins Stettiner Haff segeln wollten, ausschließlich aus östlichen Richtungen mit unverminderter Kraft wehte, blieben wir kurzerhand in den geschützteren

Gewässern. Eine stundenlange Bolzerei gegen harten Seegang wie im vergangenen Jahr wollten wir uns dieses Mal nicht antun. Aber auch so zählte die Logge am Schluss 285 Meilen. Weitere Vorkommnisse: In einer Hafenkneipe in Altefähr am Strelasund, gegenüber Stralsund, begegnete uns ein bekanntes Logo; ein altes H-Boot-Segel aus der Hand von Cornels Latsch war zu einer Terrassen-Windschutzbespannung umfunktioniert worden. Und, nur am Rande erwähnt: eine eingedrückte Buglaterne und ein im Hafen überbord gegangener Kapitän (stocknüchtern).

Bunni und Erich Brinkmann

PS: Neue Segel sind bestellt, Buglaterne ist repariert und der Kapitän inzwischen wieder trocken, manchmal trinkt er auch etwas.


Kurztrip nach Friesland/ Holland

Das Zeitfenster für unseren diesjährigen Sommertörn war mit einer Woche knapp bemessen. Was liegt da näher, als nach langen Jahren der Abwesenheit ein Besuch der Friesischen Meere im benachbarten Holland? Gesagt, gekrant - Wir erreichen den kleinen Ort Balk in der Nähe von Lemmer nach 4 Stunden Autofahrt.
Schnell ist das Schiff im Wasser und beladen, so können wir noch am gleichen Abend die Marina verlassen und über das Sloter Meer nach Sloten segeln. Am darauffolgenden Morgen brechen wir auf nach Langweer am Langweerder Wielen. Aufgrund der allgemeinen Ferienzeit sind sowohl Städtchen als auch Hafen hoffnungslos überbelegt. Wir sehen 9er-Päckchen...
Das Wetter zeigt sich mittlerweile von der stürmisch-regnerischen Seite (typisch Holland), was jedoch aufgrund der geschützten Lage und der vielen Kanäle kein Problem darstellt. Im Gegensatz zur Ostseeküste gibt es hier keine nennenswerte Welle, und so können wir jederzeit unsere geplanten Ziele erreichen.
Nach einem kurzen Stop in Joure finden wir eine Anlegestelle nach dem Herzen der Kinder - an einer Wiese mit Schafen, Badeleiter und Kletterbaum. So feiern wir hier am nächsten Morgen auch den Geburtstag von Rike, bevor wir die Reise Richtung Grouw über des Sneeker Meer fortsetzen. Wir treffen auf unzählige Regatten mit tausenden von Booten und Zuschauern, ein beeindruckendes Bild!
Ein kurzer Zwischenstop in Akkrum, und wir erleben, daß sogar eine Eisenbahnbrücke für ein einzelnes Sportboot geöffnet wird - in Deutschland wohl unvorstellbar! Von Grouw aus machen wir einen Abstecher ins Naturreservat Alde Feanen um den Princenhof herum, eine Seenlandschaft, die durch viele kleine unberührte Kanäle verbunden ist - sehenswert.


Nächstes Reiseziel ist Heeg am Heeger Meer mit kurzem Aufenthalt in Sneek. Wir treffen auf Kirmes und Disko-Musik, ein harter Kontrast.
Am letzten Tag steuern wir Workum am Ijsselmeer an. Nach 5 Brücken, von denen an dreien Brückengeld in einen Holzschuh an der Angel entrichtet wir, machen wir mitten im Städtchen an einer Mauer fest. Wir laufen 2,5 km zum Ijsselmeer und schauen bei 4-5 Bf. den Kite-Surfern zu. Am Abend segeln wir mit kräftigem Rückenwind bis Woudsend zurück und erreichen am nächsten Morgen unseren Ausgangshafen.
Fazit: Ein interessantes und unkompliziertes Segelrevier, das insbesondere durch seine vielen bunten Städtchen besticht. Wir haben den "Abstecher in die Vergangenheit" nicht bereut.

Die Schöppys


Hej, Sverige, wir kommen !

Von Greifswald nach Kalmar und zurück - Ein dreiwöchiger Segeltörn über Rügen, Bornholm, die Hanö-Bucht an der schwedischen Südostküste bis nach Kalmar und Öland.
Die Kapriolen des Wetters zeigten sich für uns schon bei der Übernahme unseres Charterschiffs, einer Sunbeam 33, in der Marina in Greifswald: Während der Übergabe des Schiffs und dem Bunkern unserer Vorräte goss es in Strömen und der Weg vom Parkplatz zum Schiff war weit. Gegen Abend war der Himmel natürlich blau und sonnig.

Wir wollten die Süd- und Ostküste Schwedens erkunden und träumten vom sanften Segeln in den Schärengärten von Karlskrona und anderen.Am nächsten Tag ging es über die Ryck durch die Klappbrücke bei Wieck in den Greifswalder Bodden und dann bei bis zu 5-6 bf. nach Sassnitz auf Rügen. Den alten Fährhafen kannten wir schon von einem früheren Segeltörn und hofften auf mehr Komfort bei den sanitären Anlagen. Unsere Hoffnung war vergebens, die Segler mussten die Toiletten der privaten Anbieter zu den "normalen" Geschäftszeiten nutzen und nach langem Fußweg "Vollwäsche" ordern (Toilette, Händewaschen, Dusche). Darüber hinaus war die in 2007 begonnene Erneuerung der Schwimmstege eingestellt worden, weil die Schweissnähte bereits nach zwei Wochen rosteten. Ein Ende des Streits der Stadt Sassnitz mit dem russischen Auftragnehmer ist nicht in Sicht. Segler können fast nur an der Aussenmole festmachen.

Am nächsten Tag wollten wir weiter nach Bornholm, blieben aber bei kaltem, östlichen Wind mit 7 bf. im Hafen und unternahmen bei sonnigem Wetter eine Fahrradtour nach Binz. Das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft verfolgten wir abends auf einer Bowlingbahn am Hafen, die extra für diesen Abend dazu hergerichtet worden war.
Bei der Überfahrt nach Rönne auf Bornholm (DK) zeigte sich unser Schiff bei 4-6 bf. auf Hoch-am-Wind-Kurs sehr seetüchtig und für seine Länge nicht langsam.

Allerdings funktionierte die Logge nicht, sodass wir die Fahrt über Grund von 6-7 kn dem schiffseigenen oder unserem mobilen GPS entnehmen mussten. Auf Bornholm legten wir einen weiteren Hafentag ein (ehrlich gesagt: die Co-Skipperin forderte einen Strandtag!). Das war auch gut so, denn der nächste Tag wurde anstrengend.
Ursprünglich geplant war ein Schlag von Bornholm an die Südküste Schwedens, nach Ystad oder Simrishamn, ca. 34 sm. Da Simrishamn bei starken östlichen Winden laut Törnführer wegen Grundseen vor dem Hafen nicht angelaufen werden sollte, mussten wir kurzfristig umdisponieren. Halber bis raumer Wind bei 5-6 bf., zunehmend 7, Welle quer zum Boot, die Leekante knapp über Wasser, volles Zeug gesetzt - bei oft 7 kn und mehr wurde der Kurs geändert, das Bornholmsgatt und die Hanöbucht durchquert und nach 67 sm machten wir in Hällevik im Norden der Hanöbucht fest. Es reichte nach 11 Stunden Segeln nur noch zu Pommes und Fisch im Hafenimbiss, um dann in einen komaähnlichen Schlaf zu versinken.
Am nächsten Tag mieteten wir uns Fahrräder und machten einen Ausflug auf die Felseninsel Hanö, die der Bucht ihren Namen gibt und für die lokalen Urlauber als Tagesziel für den Strandurlaub diente. - Die Orte und Inseln an der Küste Smalands, eines der landschaftlich reizvollsten und fruchtbarsten Gebiete Schwedens, lernten wir als die Landschaft Astrid Lindgrens mit den bunten Holzhäusern und üppigen Blumengärten kennen. Das Leben stellte sich für uns gemächlich dar, die Menschen gelassen und freundlich.


Über die kleine, zweigeteilte Felseninsel Utklippan, die nur in den Sommermonaten von einem Leuchtturmwärter und seiner Tochter bewohnt wird, und den kleinen dörflichen Ferienort Kristianopel erreichten wir am neunten Tag den nördlichsten Punkt unseres Törns die alte Stadt Kalmar, deren mächtige Burg jeden ankommenden Segler begrüßt. Wir konnten am Rand der großzügig und komfortabel ausgebauten Marina mitten in der Stadt bequem festmachen, trafen dort "alte" Bekannte aus Utklippan
wieder und nahmen uns am nächsten Tag Zeit,

die Stadt mit ihrem gemütlichen Marktplatz und den historischen Gebäuden, die großzügig und liebevoll restauriert worden waren, zu erkunden. Leider hatte sich das Wetter als unbeständig erwiesen, es war zu kühl, häufig bedeckt und legte nun einen Regentag ein.
Dafür gab es immer genug Wind. Das war gut so, denn wir mussten ja auch wieder zurück. Die Schären hatten wir allerdings wegen des starken Windes bis jetzt gemieden, da es in der ersten Hälfte des Tages häufiger neblig (Antje) oder "nur" diesig (Jürgen) war. Die Ehrfurcht vor den Untiefen war bei der Co-Skipperin deutlich größer als beim Skipper. Schließlich hatte sie die Aufgabe eines "Plotters" beim Navigieren übernommen und dieses Seegebiet erforderte häufige Ortsbestimmungen, die mit der Seekarte abgeglichen werden mussten.
Die Küste Ölands südlich von Kalmar erschien uns wegen der dortigen Industrieansiedlungen nicht besonders attraktiv, so dass wir nur in Grönhögen im Süden Ölands übernachteten (hier war es landschaftlich wieder sehr idyllisch), um dann in Richtung schwedisches Festland windbedingt nach Sandhamn, einem hässlichen Industriehafen nördlich der Hänöbucht, zu kreuzen.
Da der Wind am Folgetag immer noch mit 5 bf. , zunehmend 6 bis 7 wehte, ließen wir die Reffs vom Vortag drin, kreuzten bei 1-2 m Welle und Strom nach Südosten in Richtung des Schärengartens von Karlskrona, einer mächtigen alten Militärstadt aus dem 17.und 18. Jahrhundert, als Schweden zu den großen Seemächten in der Ostsee gehörte.

Wir wählten auch wegen des Wetters den sichersten und nicht den kürzesten Weg nach Karlskrona, konnten jedoch bei der Fahrt zwischen den vorgelagerten Schären einen guten Eindruck von der Schärenlandschaft gewinnen. In Karlskrona nahmen wir uns einen Tag Zeit, die Stadt zu erkunden und Schwedens größtes Marinemuseum mit drei Museumsschiffen und einem unterirdischen Gang zur Wrackbesichtigung auf einer Halbinsel der Stadt zu besuchen.

Bei ungünstiger Windrichtung , "gewohnter" Windstärke und wechselnder Wellenrcihtung und -höhe setzten wir unseren Rückweg fort. Angenehm überrascht waren wir von dem Hafen des Städtchens Ahus in der westlichen Hanöbucht, der nach dem Passieren von Industrieanlagen recht idyllisch in einer Flussmündung liegt und rechts und links von den Gärten der Häuser gesäumt wird.
Über Rönne auf Bornholm setzten wir zum (vor-)letzten Schlag nach Sassnitz auf Rügen an. Bei ungünstiger Windrichtung, 6 bf. und Welle von vorn konnten wir oft nur unter Motor den Kurs halten. Vorausschauend hatten wir in Rönne die Genua mit der Fock getauscht.
Drei Seemeilen vor Sassnitz fiel bei 30-38 kn Wind von vorn und kurzer, steiler Welle der mitlaufende Motor aus und ließ sich auch mit telefonischer Unterstützung des technischen Notdienstes in Greifswald nicht wieder in Gang bringen. Wir mussten folglich nach weiteren zwei Stunden Kreuzkurs unter Segel den Hafen ansteuern. Dieser ist wegen des füheren Fährbetriebs groß genug und hatte bei dieser Windrichtung weitgehend Landabdeckung. Jürgens Segelerfahrung zahlte sich aus, als er souverän unter Segel an der Kaimauer im letzten Tageslicht anlegte. Wegen der Motorreparatur mussten wir einen Hafentag einlegen, der Luftfilter hatte sich gelockert, die Treibstoffzufuhr musste entlüftet werden.
Am nächsten Tag liefen wir nach 590 Seemeilen termingerecht voller neuer Eindrücke in Greifswald ein.
Es war sicher nicht unser letzter Törn nach Schweden.
Hejda, Sverige, wir kommen wieder!

(Antje Schmidt / Jürgen Ohrmann)


Otto und der türkische Halbmond..........geht das überhaupt.....?

habe ich mich gefragt, als Georg(Otto) und Inge Schenk sich nach einem Segeltörn auf der Avanti in der Türkei bei mir erkundigten. Es war noch Winter in Hüde, als diese Pläne reiften und wir im Internet nach den Flügen und einer passenden Woche Ausschau hielten. Im Juni sollte es losgehen und Inges Schwester Renate ,genannt "Tantchen", sollte mit von der Partie sein, musste aber, da Sie in Düsseldorf wohnt, nach Hüde "eingeflogen" werden, da wir die Reise von Hannover antreten wollten. Vorher gab es allerdings noch eine kleine Aufgabe zu erledigen. Die Avanti brauchte ein neues Dinghi, das ich von Deutschland aus mit in die Türkei nehmen wollte. Bei einem Bootzubehör Händler in Bremen wurde ich fündig und holte das Schlauchboot zusammen mit Otto einige Tage vorher dort ab. Obwohl 38 KG schwer, ging die Abwicklung mit Voranmeldung bei der Fluggesellschaft und am Flughafen problemlos über die Bühne....und das morgens um 05:00h!!!

Um 11:10h landeten wir pünktlich in Dalaman und wurden von Aydin unserem Busfahrer freudig begrüßt, der uns nach nur 25 Minuten im Hafen von Göcek absetzte , wo wir von der EGG Crew herzlich begrüßt wurden. Die Avanti wurde bereits für unsere Übernahme präpariert und das neue Dinghi gleich ausgepackt und aufgeblasen damit wir es mit auf Törn nehmen konnten.
Ach ja, Einkaufen stand auch noch auf dem Programm. Im nahen Supermarkt Tansas füllten wir drei Einkaufswagen, verstauten anschließend alles auf der Avanti und richteten uns ein. In einem nahe gelegenen Restaurant auf der Seepromenade nahmen wir noch ein sehr leckeres Abendessen ein und schauten anschließend das Eröffnungsspiel der EM an, bevor es am nächsten Tag losging.
Wie erwartet, Bilderbuchwetter zum Start in die türkische Ägäis Sonne, 28° und leichter Wind aus Nordost lockten uns unter Segel in die traumhafte Inselwelt des Göcek Golfes.Nach einem Mittagsstopp in der Tersane Bucht nahmen wir Kurs auf die Kapi Bucht in der wir auch übernachten wollten. Hier legten wir konventionell, d.h. mit dem Bug zum Land, an damit wir von der Badeplattform in die Mitte der Bucht schwimmen konnten. Wasser 26° und abends gab es Steaks mit Bratkartoffeln und Salat von unseren Smutjes Inge und Renate. Später am Abend haben wir noch beim Buchtenwirt das Deutschland Spiel der EM angeschaut und dazu ein kühles Efes genossen.
Für den nächsten Tag war Asi Koyu geplant, eine wunderschönes Buchtenrestaurant außerhalb des Fethiye Golfes. Der Wind spielte zunächst mit, 2-3 aus Nordwest, frischte aber dann auf 4-5 auf und drehte so, dass wir genau gegen an mussten. Hoch am Wind mit gerefften Groß und Genua steuerten wir unser Ziel an. Doch welch eine Enttäuschung, da wo wir im letzten Jahr noch die sprichwörtliche türkische Gastfreundschaft genießen durften, war nichts mehr, außer ein paar Mauerresten, die erahnen ließen, dass hier mal etwas gestanden hat. Auch die Murringkette, an der sonst an die zwanzig Yachten festmachen konnten, war verschwunden. Wir gingen vor Anker in einer kleinen Nachbarbucht und warfen gefrustet wieder unsere eigene Pantry an. Wie wir später erfuhren, hatte der Wirt wohl keine Genehmigung erhalten, sein Restaurant weiter zu betreiben.
Highlight des Törns sollte ein Besuch bei Ali, dem Buchtenwirt der s.g. Coldwaterbay werden, der am Mittwoch geplant war. Also Anker auf und Blister gesetzt und Kurs OSO. Vorher wollten auch jeden Fall noch den Traumstrand der Türkei ÖLÜ Deniz besuchen. wo wir ausgiebig badeten und den zahlreichen Gleitschirmfliegern zusahen, die von dem rd. 2000 mtr hohen Berg BabaDag absprangen und auf der Strandpromenade landeten. Nachmittags verholten wir uns dann in die nur 3 SM entfernte Coldwaterbay, wo uns Ali in bewährter Manier beim Einparken half. Otto war schon ganz unruhig, da seiner Meinung nach heute wieder Deutschland spielen sollte und ich Ihm gesagt hatte, dass dies zu schauen wohl bei Ali möglich sein könnte. Wir setzten uns vor den Fernseher im Restaurantgarten und wunderten uns schon, dass wir mit Ali allein vor der Glotze saßen. Das Deutschlandspiel fand erst einen Tag später statt!!!. So konnten wir ganz entspannt zusammen mit den Damen die kulinarischen Spezialitäten von Ali's Küche und Grill genießen.( Siehe Foto unten)
Donnerstag segelten wir nach Fethiye, ECESaray Marina, jedoch nicht ohne vorher noch die historischen Gemäuer auf der Insel Gemiler Adasi in Augenschein zu nehmen. Hier sollen in antiker Zeit hunderte Menschen gelebt haben. Immer wieder ein sehr eindrucksvoller Anblick..

Fethiye empfing uns in der warmen Abendsonne und Otto und ich gingen auf die Suche nach einem Bankomat in der Stadt, und nach einem bestimmten Restaurant, wo wir später Essen gehen wollten. Der Inhaber empfing uns freundlich, bot uns gleich ein Getränk auf's Haus an und zeigte uns die Speisekarte. Nach dem Deutschland Spiel, das wir im Biergarten der ehemaligen Carpe Diem Restaurant in Marina schauten, ließen wir uns die Köstlichkeiten dann servieren. Für den nächsten Tag nahmen wir vom Fischmarkt noch ein Kilo Scampies mit die wir in einer Bucht zum Abschluss des Törns noch grillen wollten. Zusammen mit Baguette und Aioli ....sehr lecker.

 

So landeten wir am späten Freitagnachmittag wieder in der Skopea Marina unserem Ausgangshafen, und ließen den Törn bei einem Campari noch einmal Revue passieren, bevor es am nächsten Morgen nach Hannover zurück ging.

Claus Hesse